Kassenverhandlungen

Freitag, 7. Mai 2010

Nichts ist so, wie es scheint.

SVA-Vertragsfreie-zeit

Was ist eigentlich mit den Ärzten los, werden Sie sich fragen, wenn Sie derzeit von den gescheiterten Verhandlungen zwischen SVA und Ärztekammer hören. Riskieren unsere Versorgung, weil sie mehr Geld wollen.

Entspricht das Ihren Ansichten? Dann raten wir Ihnen, sich direkt an die SVA zu wenden, Sie eignen sich hervorragend als Testimonial für die Kampagne der Versicherungsanstalt. Sie sollten dann auch nicht mehr weiterlesen - es sei denn, Sie sind daran interessiert, sich auch die andere Seite anzuhören.

Das Argument, die Ärzte wollen mehr Geld, lässt sich ganz einfach entkräften, wenn man weiß, dass...

... es zum Beispiel zwischen 2004 und 2008 vier Jahre lang keine Tariferhöhungen gegeben hat, sondern lediglich eine Einmalzahlung. Diese Einmalzahlung machte pro Arzt und Monat gerade einmal elf Euro aus.

Elf Euro sind natürlich nicht zu verachten, sind aber zugleich geradezu lächerlich, wenn man vier Jahre lang keine Tariferhöhung hatte.
Ich frage Sie, welcher Angestellte akzeptiert eine Gehaltserhöhung von monatlich zehn Euro mehr?

... dass die Ärztinnen und Ärzte durch den vierjährigen Verzicht auf echte Honorarerhöhungen der Kasse insgesamt rund 38 Millionen Euro ersparten.

Soviel zur Behauptung der SVA, sie zahle zuviel Geld für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

...dass die Ärztekammer versucht hat, durch interne Umschichtungen mehr Leistungen z.B. in den Bereichen Service und individuelle Zuwendung für die SVA-Patienten zu ermöglichen.

Und dies zum Vorwurf der SVA, die Ärztekammer würde sich gegen eine Annäherung der Tarife an GKK-Niveau wehren.

Noch einmal zur Erinnerung: Es gab bereits einen fertig ausverhandelten Vertrag, nur: der Vorstand der SVA hat diesen abgelehnt. Ja, die Ärztekammer hat den Vertrag daraufhin gekündigt. Aus gutem Grund.

Bevor Sie sich also eine Meinung oder ein Urteil zur SVA-Angelegenheit bilden, hören Sie sich beide Seiten an. Vielleicht sehen Sie manches nun auch anders.

Verhaltenstipps für Patienten gibt's übrigens auch. Die können Sie hier nachlesen.

Dienstag, 2. März 2010

ärzte diskutieren....

...über den vertragslosen zustand und die sozialversicherung ist nicht da. in letzter minute wurden sämtliche teilnehmer seitens der sozialversicherung zurück gepfiffen...wir diskutieren trotzdem! jetzt erst recht!

Montag, 22. Februar 2010

Wiener Kassenverhandlungen abgebrochen

Keine Einigung in Sicht, ja nicht einmal ein neuer Verhandlungstermin - das war das Fazit der vierten Verhandlungsrunde zwischen Wiener Ärztekammer und WGKK.

Steht hier ebenso wie bei der SVA ein vertragsloser Zustand im Raum? Die Verhandlungen ziehen sich nun schon über Monate hinweg und es scheint immer noch keine Annäherung zwischen den beiden Partnern zu geben.

Und das obwohl die Ärztekammer von ihrem ursprünglichen Angebot abgerückt ist und sogar die Tarifforderungen entsprechend reduziert hat. Aber ohne Ergebnis. Die Wiener Gebietskrankenkasse bleibt dabei, sie müssen die Balanced Scorecard-Ziele einhalten, und obwohl dies nichts mit der Ärztekammer zu tun hat, wird es dem Verhandlungsteam immer wieder vorgehalten.

Besonderes Schmankerl am Rande: die 13 Millionen Euro, die die Kasse einsparen soll, um die BSC-Ziele einzuhalten, entsprechen jenem Betrag, der jährlich für die Hausbesuche in Wien ausgegeben wird. Schlussfolgerungen bleiben dem Leser vorbehalten.

Also wie geht's nun weiter? Die Kammer hat der Kasse eine dreiwöchige Frist gesetzt - bis dahin möchte man endlich ein ausformuliertes, schriftliches Gegenangebot von der Kasse haben. Bisher gibt es ein solches nämlich nicht.

Samstag, 23. Januar 2010

Hello Zwei-Klassen-Medizin! Good bye Solidarsystem!

Es zwickt und zwackt an allen Enden des Gesundheitssystems, aber krachen tut's gerade besonders bei den Versicherungen: Wird 2010 das Jahr der vertragslosen Zustände?

Sowohl in den Verhandlungen mit der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft als auch bei jenen mit der Wiener Gebietskrankenkasse ist kein Vertragsabschluss in Sicht. Im Gegenteil.

Die Wunschliste der Versicherungen:
  • möglichst billig soll's sein
  • möglichst wenige Patienten sollen's sein
  • und möglichst wenige Leistungen für die wenigen Patienten soll's geben
Damit am Ende mehr Geld im System bleibt. Damit das große Finanzloch gestopft wird. Auf Kosten der Kranken.

Wie wird wohl unser Gesundheitssystem der Zukunft ausschauen? Wenn schon jetzt von der Kasse angekündigt wird, dass es weniger Ärzte geben soll, dass die Präventionsmedizin zurückgefahren wird, dass die teuren Leistungen für die Patienten noch mehr eingeschränkt werden?

Gesundheit ist jetzt schon Luxus.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Patienten-Info zur SVA-Vertragskündigung

Was ist eigentlich ein vertragsloser Zustand und was heißt das für mich als Patient?
Wann muss ich den Arztbesuch privat zahlen?
Wie viel bekomme ich davon auch wieder rückerstattet?

Wir haben heute an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte via E-Mail Flugblätter verschickt, die ab den nächsten Tagen in den Ordinationen aufliegen sollten.

Weitere Informationen finden sich außerdem auf einer eigens eingerichteten Homepage der Österreichischen Ärztekammer.

Freitag, 11. Dezember 2009

Harte Diskussionen, aber kein Ergebnis

Nach viereinhalbstündigen Diskussionen, drei Unterbrechungen bzw. Rückzügen sowie harten Debatten zwischen den Verhandlungsteams wurde heute, Freitag, die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Wiener Ärztekammer und der Wiener Gebietskrankenkasse vorerst ohne Ergebnis beendet.

Die WGKK hat heute erstmals ein tarifliches Angebot präsentiert - bisher war die Kasse auf unsere Forderung, ein solches zu stellen, nicht eingegangen. Allerdings liegt das aktuelle Angebot mit 0.5 Prozent auf die ärztlichen Tarife 2.0 Prozent unter dem, was wir fordern. Die von uns geforderten 2.5 Prozent entsprechen exakt dem, was die Gewerkschaft für Privatangestellte für die Beschäftigten in den Ordinationen fordert.

Als Reaktion darauf, dass wir das Angebot nicht angenommen haben, betont die Kasse nun in einer Aussendung, wir würden uns erstens nicht an das Kassenkonsolidierungspaket gebunden fühlen und zweitens würde die Kasse bei Nicht-Erfüllung der Ziele keine Mittel aus dem Kassenstrukturfonds erhalten.

Was sie aber nicht erwähnt, ist die Tatsasche, dass es die Kasse selbst war, die die Balanced Scorecard erstellt hat, die die Sparziele mit dem Hauptverband vereinbart hat. Die Ärztekammer hat mit diesen Zielen nicht einmal nichts zu tun, sondern de facto immer wieder darauf hingewiesen, dass sich die Kasse mit den Einsparungszahlen ins eigene Fleisch schneidet.

Wir haben die Kasse auch mehrfach gewarnt, dass diese Ziele unrealistisch sind. Zum Kassenkonsolidierungsprogramm ist festzuhalten, dass dieses noch nicht umgesetzt wurde, da wir zig fach darauf hingewiesen haben, dass ohne Ärzte GmBH der Pakt für uns nicht gültig ist; zudem wurden die vom Hauptverband festgelegten Zahlen nie mit uns abgestimmt und können daher von uns auch nicht mitgetragen werden. Auch das ist nichts Neues

Denn: Nicht einmal, wenn die aktuellen Verhandlungen mit einer Nulltarifrunde für die Ärzte beendet würden, könnte die Kasse die Ziele erfüllen. Und trotzdem hat die WGKK-Obfrau erst kürzlich ihre Unterschrift unter diese Ziele gesetzt.

Und nun werden wir so dargestellt, dass wir die Sparmaßnahmen nicht mittragen. Wo wir doch 2008 die Verhandlungen mit einer Nulllohnrunde beendet haben, wo wir 2009 einen äußerst bescheidenen Abschluss verhandelt haben.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. Jänner 2010 statt.

Herrschaften, das Jahr 2010 wird spannend.

Kassenverhandlungen, die Zweite!

Heute Nachmittag steht die zweite Runde der Honorarverhandlungen an.

Noch einmal zur Auffrischung: In der ersten Verhandlungsrunde vor rund einer Woche haben wir ein Plus von 2,5 Prozent auf sämtliche Tarife gefordert. Dieser Prozentsatz entspricht exakt dem, was die Gewerkschaft der Privatangestellten für die Beschäftigten in den Ordinationen fordert.

Unsere Erwartungen für heute: Zumindest ein tarifliches Gegenangebot der Kasse.

Wir halten Sie auf dem Laufenden,bleiben Sie dran! (KP)

Montag, 30. November 2009

Müdes Fazit

Müdes Fazit nach einer dreieinhalbstündigen Sitzung: Lang war's, nix ist g'schehn...

wie immer ist viel gestritten worden, wie immer sind zwei Seiten aufeinandergeprallt, die beide nicht auskönnen, wie immer ist nach einer ersten Verhandlungsrunde wie dieser heutigen keine Annäherung in Sicht.

Weiter geht's am 11. Dezember 2009. Man wird sehen. (KP)

Und los geht's

Spät, aber doch melde ich mich vom Wienerberg, hier sitzt die Wiener Gebietskrankenkasse. Und mit viel Verspätung hat nun auch die erste Verhandlungsrunde begonnen.

Gerade eben war der erste offizielle Handshake zwischen WGKK-Obfrau Ingrid Reischl und Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart. Dann: Kurze Vorstellrunde der beiden Teams.

Mal sehen, was der erste Abend, die erste Runde bringt. Erwartungsgemäß beschnuppert man sich jetzt erstmal. Konkrete Ergebnisse wird es heute wohl nicht geben.

Unsere Ausgangsbasis für die Verhandlungen ist jedenfalls schon auf derstandard.at nachzulesen. (KP)

Kassenverhandlungen, die Erste!

Heute ist es soweit! Die Honorarverhandlungen zwischen Wiener Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse gehen in die erste Runde.

Ein paar Stunden müssen wir uns aber noch gedulden. Die Verhandlungen starten heute Abend um 19.00 Uhr! Die Spannung steigt, ich freue mich darauf, Ihnen meine ersten Eindrücke live aus der Sitzung zu schildern. Seien Sie mit dabei, wenn es heißt: Kassenverhandlungen, die erste! ''(KP)

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